Kindesunterhalt

Unterhalt der Kinder: Kinder haben einen eigenen Unterhaltsanspruch, über dessen Höhe in den meisten Fällen die Sätze die sog. Düsseldorfer Tabelle (im Internet laufend aktuell unter www.olg-duesseldorf.nrw.de) Auskunft gibt. Ergänzend wird in Süddeutschland mit den Süddeutschen Leitlinien gearbeitet

Der Anspruch besteht gegen beide Eltern; der betreuende Elternteil erfüllt in der Regel hierdurch seine Unterhaltspflicht, so daß der andere den Barunterhalt beizusteuern hat.

Derjenige Elternteil, der/die die Kinder tatsächlich betreut, ist befugt, den Anspruch auf Kindesunterhalt geltend zu machen. Das muß bei getrennt lebenden verheirateten Eltern oder während eines Scheidungsverfahrens im eigenen Namen geschehen.

Auch hier muß oft der Anspruch durch ein Auskunftsverlangen vorbereitet werden. Dieses bedeutet für den in Anspruch genommenen Elternteil dann: Achtung Verzug! Es droht rückwirkende Zahlungspflicht und eine Klage, wenn nicht umgehend reagiert wird.

Die Aufforderung sollte man mit dem Vorschlag verbinden, daß der Schuldner zur Vermeidung einer Klage eine vollstreckbare Urkunde errichtet.

Der/die Unterhaltsberechtigten haben einen Anspruch auf eine vollstreckbare Grundlage (sog. Titel); das bloße Angebot der freiwilligen Zahlung und die Zahlung selbst beseitigt nicht das Klageinteresse.

Die einfachste und billigste vollstreckbare Urkunde kann der Unterhaltspflichtige beim Jugendamt errichten (nämlich kostenfrei).

Eine typische Frage lautet:

Muß ich Unterhalt für mein Kind zahlen, obwohl mir die Mutter den Umgang mit dem Kind verweigert/erschwert?
Unterhaltspflichtige Väter sollten eine solche (menschlich nachvollziehbare) Verknüpfung unbedingt vermeiden. Unterhalt ist zu zahlen ; Umgang ist separat einzufordern und ggf. durchzusetzen.


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