Ehewohnung/Hausrat

Die Ehewohnung kann gerichtlich nach Bedarf und Bedürfnis (zB Kinderbetreuung) unabhängig von Eigentums- und Mietverhältnissen gerichtlich zugewiesen werden. Siehe dazu auf der Seite Familienrecht im Allgäu zum Stichwort Scheidungsverfahren.

Beim Hausrat sind zunächst einmal 3 Bereiche zu klären:

Mein - Dein - Unser.

Ist das geschafft, braucht es meist kein Gericht mehr. Denn das Gesetz sagt, daß die im Eigentum eines Ehegatten stehenden Gegenstände herauszugeben sind, das Mitbenutzungsrecht endet mit Trennung (§ 1361 a BGB).

Das Scheidungsgericht könnte nur über die Liste "Unser" entscheiden, und das ist im Zweifel alles, was nicht beweisbar Mein oder Dein ist.

Ernsthafte Streitigkeiten um den Hausrat sind selten, weil extrem aufwendig und teuer. Deshalb ist von allen Beteiligten eher die Kunst der praktischen Vernunft gefragt.

Statt mit einer kompletten Hausratsliste eigentlich nur die Zuteilung eines oder weniger Gegenstände anzustreben und den Richter nach "billigem Ermessen" entscheiden zu lassen, kann man zB den Mediationstrick "Einer teilt, der andere wählt" anwenden oder würfeln.


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