Elterliche Sorge und Umgangsrecht

Recht der elterlichen Sorge: Man unterscheidet die Personensorge und die Vermögenssorge. Ein Untergebiet ist das sog. Umgangsrecht.

Die rechtliche Rolle der Eltern ist weniger durch "Rechte", als vielmehr durch Pflichten gegenüber dem Kind geprägt, das mit wachsendem Lebensalter immer mehr als eigenes Rechtssubjekt verstanden wird.

So ist das "Wohl des Kindes " ( §1627 BGB) Ziel aller gemeinsamen Bemühungen der Eltern, die sich grundsätzlich über alles einigen müssen.

Konflikte sind aber vorprogrammiert, wenn alle Beteiligten überzeugt sind, das Beste für das Kind zu wollen und nur zum "Wohl des Kindes" zu handeln. Was darunter zu verstehen ist, entscheidet sich allein objektiv aus der Sicht des Kindes und seiner Bedürfnisse.

Wenn es Eltern nicht gelingt, zu einer internen Verständigung zu kommen, ist es - bei aller Sorgfalt und Mühe der Familiengerichte nicht nur im Allgäu - kaum möglich, kurzfristige wirksame Hilfe bei der Durchsetzung von "Rechten" oder eine Bestätigung von Positionen zu bekommen. Familiengerichte und Jugendämter haben fast überall einen bis mehrere Monate Vorlaufzeit. Deshalb ist die fundierte rechtliche Beratung im Vorfeld ein wichtiges Mittel zur Entschärfung oder Lösung von Konflikten. Ihr Anwalt hilft Ihnen weiter und kennt auch andere Beratungsstellen und Mediatoren in Ihrer Nähe.

Der Staat (durch Jugendämter und Familiengericht) tritt nur als Wächter auf, um entweder das Kind gegenüber den Eltern oder die Eltern gegenüber Dritten (das kann auch der Staat selbst durch ein übereifriges Jugendamt sein) zu schützen. Daher gibt es im Konfliktfall auch den im allgemeinen Sprachgebrauch so genannten Anwalt des Kindes, der korrekt Verfahrensbeistand heißt.

Das Sorgerecht der nicht miteinander verheirateten Eltern ist in jüngster Zeit vielfach reformiert worden. Zwar gilt immer noch das grundsätzliche Alleinsorgerecht der Kindesmutter; der Kindesvater kann aber gerichtlich das gemeinsame Sorgerecht erzwingen, wenn nicht die Mutter stichhaltige Gründe vorbringt, daß das dem Kindeswohl widerspricht.

Sorgerecht ist weitgehend Richterrecht und Einzelfallrecht. Es ist stark geprägt durch das Verfassungsrecht. Die zahlreichen begrüßenswerten Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zum Recht der Kinder und der Eltern und zu den Grenzen der Befugnisse des Staates gehören zur Pflichtlektüre eines familienrechtlich tätigen Anwalts.

Diese Grundsätze in den Tatsacheninstanzen oder gegenüber dem Jugendamt auch durchzusetzen, ist eine der Aufgaben, die ich gern übernehme.

Schildern Sie mir hier unverbindlich Ihre Situation. Durch meine Ersteinschätzung entstehen Ihnen noch keine Kosten.


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